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Anekdoten aus unserer alten Speisekarte
Plauer und Brandenburger Biergeschichte
Bis an den Anfang der 70-er Jahre ist in Brandenburg Bier gebraut worden, zuletzt von der Adler-Brauerei am Marienberg. Im Mittelalter besaßen mehr als 200 Haushalte Braurecht. Allerdings hatte das Brandenburger Bier einen sehr zweifelhaften Ruf und man trank lieber Einbecker, Zerbster oder Bernauer. Sogenannten Hopfenfrevlern stach man, nach Erlass des Reinheitsgebotes, die Augen aus, um eine bessere Bierqualität zu erreichen, Ob's genutzt hat, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall kam im 18. Jahrhundert auf 14 männliche Bürger eine Kneipe. Kurz nach der Jahrhundertwende war die Anzahl der Brauereien auf 4 geschrumpft. Allerdings hatten sie in der Plauer Schlossbrauerei einen unliebsamen Konkurrenten, denn die Plauer brauten seit etwa 1820 das beste Bier der Region. War es Anfangs ein Braun-Bitter (vergleichbar mit dem heutigen Alt), wurde später helles, dunkles Lagerbier und Porter gebraut. Im Jahr 1913 kam zum letzten Mal ein Sud aus den Kesseln am Plauer Schloß. Die Brandenburger Kaiserbrauerei übernahm den gewaltigen Eiskeller, der sich unter dem ehemaligen Plauer Kino befand. Im Jahr 1923 waren alle Vorräte erschöpft. Einzige Erinnerungsstücke aus dieser Zeit befinden sich noch in unserer Kneipe, neben einigen Fotos, zwei Eissägen und eine Flasche mit der Aufschrift Schlossbrauerei Plaue. Ein überlieferter Biervertrag aus der Blütezeit des Plauer Bieres gebot sämtlichen Gaststätten der Umgebung den ausschließlichen Bezug eben dieses.
Abschließend wäre zu sagen; es gibt zwei Grundwahrheiten:
1. Bier schmeckt immer!!!
2. Die Erde ist eine Kneipe!!!
Darum, freut Euch des Bieres!
Wenn Sie noch weitere Anekdoten aus unserer alten Speisekarte lesen möchten, dann besuchen Sie uns im Bräuhaus Kneipe Pur und lachen Sie bei einem frisch gezapften Bier.
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